Der Sommer ist hoffentlich noch lange nicht zu Ende und es soll am besten noch viele schöne Grillnachmittage geben. Es gibt eine Fülle an veganen Grillersatzprodukten, die von der Bratwurstschnecke bis zum Seitansteak keine Wünsche offen lassen und auch ich habe schon einiges probiert.

Es gibt diese Grillmixe nicht nur im Bioladen, sondern auch im gut sortierten Supermarkt. Geschmacklich sind einige Produke ok, andere eher zum abgewöhnen und eigentlich braucht man sie nicht wirklich. Es gibt unendlich viele Rezepte, wie man Gemüse und Co. schmackhaft zubereiten kann.

Fruchtiger Blattsalat
Fruchtiger Blattsalat

 

Eine gute Rezeptesammlung bietet z. B. das Buch „Vegan Grillen“ von Heike Kügler-Anger. Ihre Bücher sind schlicht und einfach aufgemacht und die leckeren Rezepte kommen meist mit einfachen Zutaten und allesamt ohne Hochglanzfotos aus.
Hier findet man Variationen von Gemüsespießen, auch mit Obst (Sehr lecker und mal etwas anderes – Brokkoli-Birnen-Spieße), Beilagen (sehr gut angekommen ist der Bulgur-Salat mit Cranberrys, Möhren und Frühlingszwiebeln), Dips und Saucen oder auch vegane Burgervariationen (die Pilz-Pekanus-Burger haben auch den „Fleischessern“ sehr gut geschmeckt!) für den Grill.

Früher gab es bei uns als Beilage einen Nudelsalat, den wir sehr gerne gegessen haben. Neben Erbsen und Möhren aus der Dose, kam da aber auch eine Menge Fleischsalat mit rein… Nun, das Dosengemüse ist geblieben und alles andere lässt sich ganz leicht vegan gestalten. Zugegeben, der Salat ist etwas gehaltvoller wegen der Majonnaise, aber bei dem ganzen gesundem Gemüse, welches sonst noch auf dem Grill landet, ist das doch ab und zu mal drin, oder? 😉

Für eine mittelgroße Schüssel Nudelsalat braucht ihr:
250 g Nudeln
1 Dose Erbsen und Möhren
1 kleines Glas gegrillte Paprika oder aus einem großen Glas ca. 3 – 4 Stück, je nach Geschmack
Nach Geschmack ein paar Gewürzgurken

Für das Dressing:
1 Glas vegane Majonnaise
Ca. 250 g Sojajoghurt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Zusammen mit den Erbsen und Möhren in eine Schüssel geben. Paprika und Gewürzgurken klein schneiden und dazu geben.
Für das Dressing Majonnaise und Sojajoghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dressing mit den Nudeln vermischen.

Veganer Grillteller - Veganer Nudelsalat, Brokkoli-Birnen-Spieße, Gurkensalat, Knoblauchcreme
Veganer Grillteller – Veganer Nudelsalat, Brokkoli-Birnen-Spieße, Tofuwurst und Seitansteak, Gurkensalat, Knoblauchcreme

Dies ist die einfachste Variante. Bei der geschmacklichen Gestaltung mit Gewürzen, kann man natürlich nach Belieben variieren. Exotischer wird es z. B. mit Curry. Außerdem kann z. B. noch Mais dazu gegeben werden, oder für die Frische eine grob geraspelte Karotte. Auch feine Schnittlauchröllchen machen sich gut im Salat.
Ich hatte außerdem noch selbstgemachtes Tofurührei vom Frühstück übrig und habe den Rest einfach untergemischt. Somit hat der Nudelsalat noch eine leichte Einote bekommen. Eine weitere Variante um ein Eiimitat zu schaffen wären eine Dose Kichererbsen, zerdrückt, mit unterzumischen und Kala Namak Salz zu würzen.
Wer es „wurstig“ mag, kann außerdem noch vegane Mortadella mit reinschnibbeln und pikanter wird es z. B. mit roten Zwiebeln.
Wer gerade keine vegane Majonnaise zur Verfügung hat, kann aus Rapsöl, Sojadrink und ein paar anderen würzenden Zutaten blitzschnell selber eine herstellen.

Auf dem Foto mit dem veganen Grillteller seht ihr außerdem hinten einen einfachen Gurkensalat mit Essig-Öl-Dressing und eine selbstgemachte Knoblauchcreme, die sehr gut zum Grillgemüse und geröstetem Brot passt.

Für die Creme braucht ihr (Mengenangaben weiß ich nicht mehr genau, deswegen hier nur das ungefähre Rezept)

Lecker und fruchtig für Salat und Co. - Dattel Balsamcreme
Lecker und fruchtig für Salat und Co. – Dattel Balsamcreme

150 g Sojaquark
100 g Sojajoghurt
Knoblauchpulver oder frischer Knoblauch
Ca. 2 TL Senf (Ich habe Grill und Fondue Senf von byodo genommen)
Ca. 1 TL Süße (z. B. Agavensirup)
Ca. 1 – 2 EL Mandel- oder Cashewmus
Ca. 1 TL Weißwein- oder Apfelessig
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten verrühren und je nach Gusto abschmecken. Die Inspiration zu dieser Knoblauchcreme habe ich aus dem Buch „Vegan im Job“ von Patrick Bolk, welches ich hier bald näher vorstellen möchte.

Wichtig:
Lange Zeit wurde für das „gesunde“ Grillen die Aluschale empfohlen. Dadurch sollte das Grillgut vom abtropfenden Fett auf die Kohlen und die damit erzeugte krebserregende Rauchentwicklung geschützt werden. Wenn man aber z. B. mariniertes Gemüse in die Schale legt, können durch die Säure Aluminiumpartikel abgelöst werden und auf das Grillgut übergehen. Abgesehen davon, dass Aluminium ein richtiger Umweltkiller ist, da es z. B. niemals verrottet, sollte man diese Schalen nicht zum Grillen verwenden und auch säurehaltige Speisen sollten nicht mit Alufolie abgedeckt werden.
Es gibt z. B. Grillschalen aus Edelstahl, die man immer wieder benutzen kann. Eine weitere Alternative wären z. B. auch Bananenblätter, die im Asialaden erhältlich sind.

Viel Spaß beim Ausprobieren und noch eine schöne Grillsaison! 🙂

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Jetzt wird gegrillt – und zwar vegan!

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